Großbrand in der Ankerstraße PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Denner   
Sonntag, den 20. September 2009 um 23:17 Uhr

Aufbrechen der Zwischendecke - Feuerwehr Halle-DiemitzHAL|INN|20.09.09 Lange war es her, dass unsere Kameraden in der Nacht von ihren Funkmeldeempfängern aus dem Schlaf gerissen wurden. Doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde es ernst. Gegen 01.30 Uhr alarmierte uns die Leitstelle, es sollte in die Ankerstraße gehen, wo der komplette Dachstuhl eines Bürohauses in Flammen stand.

Sofort eilten wir in unser Gerätehaus um umgehend unser LF 8/6 zu besetzen. Nach einigen Minuten wurde die Einsatzstelle in der Ankerstraße von uns als erste Freiwillige Wehr erreicht. Der Gruppenführer, Silvio Sander, meldete sich umgehend beim Einsatzleiter und erwartete die Befehle. Unsere Kräfte bauten während dessen eine stabile Wasserversorgung vom Unterflurhydranten zum HLF der Berufsfeuerwehr auf. Es wurden im gesamten Einsatzverlauf 3 Hydranten zur Wasserversorgung benötigt. Als der Gruppenführer vom Einsatzleiter zurück kam, erhielt der Angriffstrupp den Befehl, sich an der Drehleiter der Hauptfeuerwache einzufinden, um diese zu besetzen.

Während dessen traf auch unser TLF an der Einsatzstelle ein, so dass ein zweiter Angriffstrupp unserer Wehr zur Verfügung stand. Bei diesem massiven Löschangriff kamen unter anderen zwei Drehleitern und drei bis vier Hohlstrahlrohre zum Einsatz. Da sich im unteren Teil des Gebäudes ein Altenpflegeheim befindet, mussten während des gesamten Einsatzverlaufes permanent pflegebedürftige Menschen evakuiert werden. Die Evakuierung gestaltete sich schwierig, da unter den ca. 30 Personen auch Patienten, die an eine ständige Beatmungsmaschine gebunden sind, waren. Die Personen wurden durch Rettungswagen und durch einen Bus der HAVAG in die umliegenden Krankenhäuser der Stadt Halle verteilt. Bei diesem Einsatz kamen zum Glück keine Personen zu Schaden.

In der Zwischenzeit bekämpfte der Angriffstrupp des LF 8/6 das Feuer von der Drehleiter aus. Auch unser zweiter Trupp wurde umgehend unter schweren Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Gebäude vorgeschickt. Er sollte im Dachbereich die Zwischendecken öffnen, um nach Glutnestern zu suchen und gegebenenfalls zu löschen. Der Angriffstrupp LF 8/6 wurde später, nach einer Erholungsphase, für die selbe Aufgabe als Ablöse eingesetzt. Nach den Atemschutzeinsätzen wurden die Geräte sofort am AB- Atemschutz/ Strahlenschutz getauscht und wieder auf den Fahrzeugen verladen. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr sorgten dafür, dass alle Einsatzkräfte mit Würstchen und warmen Getränken bei Kräften gehalten werden. Nach etwa sechs Stunden Dauereinsatz endete für unsere Kräfte der Einsatz, so dass gegen 7.30 Uhr wieder unser Gerätehaus anfahren konnten.

Ein ganz großes Dankeschön an alle eingesetzten Einsatzkräfte unserer Wehr die, die halbe Nacht gegen die Flammen ankämpften.

Hier die Fotos...

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 21:28 Uhr
 
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